Die 5 häufige Fehler bei der Gartenpflege

Wirkt der Rasen trotz regelmäßigen Mähens ungepflegt, wächst die Hecke nicht mehr gleichmäßig und kümmern einzelne Pflanzen vor sich hin, liegt das meist an Pflegefehlern. Tückisch dabei ist, dass solche Probleme oft nicht über Nacht entstehen, wodurch die Fehler bei der Gartenpflege zunächst unbemerkt bleiben. Das ist ärgerlich, aber die gute Nachricht ist: Häufige Fehler bei der Gartenpflege lassen sich mit etwas Hintergrundwissen vermeiden. Und wer auf Nummer sicher gehen möchte und Zeit sowie Mühe sparen will, fragt am besten gleich den Profi und übergibt an ihn die Gartenarbeit.

 

Fehler 1

Den Rasen zu kurz oder zur falschen Zeit mähen

Häufig machen gerade Anfänger den Fehler, den Rasen zu kurz zu schneiden. Das liegt daran, dass viele Gartenbesitzer möglichst selten den Rasen mähen möchten und ihn deswegen besonders stark zurückschneiden. Im Sommer kann das jedoch mehr schaden als helfen. Wird der Rasen zu kurz gemäht, trifft die Sonne direkt auf den Boden. Dadurch verdunstet deutlich mehr Wasser und die Graswurzeln trocknen schneller aus. Außerdem gibt diese falsche Rasenpflege Unkraut bessere Chancen, sich auszubreiten. Besser ist es, den Rasen regelmäßig zu mähen und dabei nie mehr als etwa ein Drittel der Halmlänge zu entfernen. Während heißer Sommerwochen darf der Rasen ruhig etwas höher stehen. Die längeren Halme beschatten den Boden und helfen dabei, Feuchtigkeit besser zu speichern. Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Gemäht werden sollte möglichst an trockenen Tagen und nicht während der größten Mittagshitze. So wird der Rasen weniger belastet.

 

Fehler 2

Hecken zur falschen Jahreszeit schneiden

Viele Grundstückseigentümer greifen zur Heckenschere, sobald die Hecke zu breit oder zu hoch wird. Dabei wird häufig übersehen, dass für stärkere Rückschnitte gesetzliche Vorgaben gelten.
Ein radikaler Rückschnitt ist nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz grundsätzlich zwischen dem 1. März und dem 30. September nicht zulässig. Wer diesen Fehler beim Hecke schneiden begeht, riskiert Bußgelder in bis zu sechsstelliger Höhe und gefährdet die Tierwelt. Erlaubt bleiben dagegen schonende Form- und Pflegeschnitte, sofern keine belegten Nester vorhanden sind. Neben den gesetzlichen Vorschriften spielt auch die Pflanzenpflege eine wichtige Rolle. Erfolgt ein stärkerer Rückschnitt zum falschen Zeitpunkt, kann sich das Wachstum der Hecke deutlich verzögern. Ausführliche Informationen zu den gesetzlichen Fristen und den Unterschieden zwischen Form- und Rückschnitt finden Sie in unserem Beitrag „Hecke schneiden: Wann erlaubt? Rechtliche und praktische Tipps“.

 

Fehler 3

Zu viel oder zu wenig düngen

Viele Hobbygärtner meinen, sie würden ihren Garten richtig pflegen, wenn sie häufig Dünger verwenden. Andere hingegen verzichten vollständig darauf. Beide Extreme können den Pflanzen schaden. Zu viel Dünger belastet Boden und Wurzeln. Im schlimmsten Fall entstehen sogenannte Verbrennungen an den Pflanzen. Zu wenig Nährstoffe führen dagegen dazu, dass Rasen und Pflanzen langsamer wachsen, ihre Farbe verlieren oder insgesamt anfälliger werden. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge, sondern der richtige Zeitpunkt und die passende Dosierung.

Beim Rasen reichen häufig zwei bis drei Düngegaben pro Jahr aus – beispielsweise im Frühjahr, Frühsommer und Spätsommer. Bei Beeten hängt der Nährstoffbedarf dagegen stark von den jeweiligen Pflanzenarten ab.Wer unsicher ist, sollte lieber etwas zurückhaltender düngen und den tatsächlichen Bedarf beobachten. Gesunde Pflanzen entstehen nicht durch möglichst viel Dünger, sondern durch eine ausgewogene Versorgung. Viele Probleme, die später auf Krankheiten oder Schädlinge geschoben werden, entstehen bereits durch eine falsche Pflege. Werden Rasen, Hecken und Pflanzen regelmäßig kontrolliert, lassen sich Veränderungen früh erkennen und kleinere Maßnahmen reichen häufig aus, um größere Schäden zu vermeiden.

 

Fehler 4

Den Garten zur falschen Zeit oder zu häufig gießen

Wasser ist für einen gesunden Garten unverzichtbar. Dennoch zählt das Gießen zu den Bereichen, in denen besonders häufig Fehler passieren. Typische Beispiele sind:

  • Zu häufiges Gießen: Tägliche kleine Wassermengen fördern flache Wurzeln. Dadurch reagieren Pflanzen empfindlicher auf Hitze und längere Trockenphasen.
  • Gießen zur Mittagszeit: Ein großer Teil des Wassers verdunstet, bevor es die Wurzeln erreicht. Zudem können nasse Blätter in Verbindung mit starker Sonneneinstrahlung zusätzlichen Stress für die Pflanzen bedeuten.
  • Zu seltenes, aber unzureichendes Gießen: Gelangt das Wasser nur in die oberen Bodenschichten, entwickeln sich die Wurzeln nicht ausreichend in die Tiefe.
  • Besser ist es, seltener, dafür durchdringend zu gießen. So erreicht das Wasser auch tiefere Bodenschichten und die Pflanzen bilden kräftigere Wurzeln. Besonders geeignet sind die frühen Morgenstunden. Dann verdunstet weniger Wasser und die Pflanzen können die Feuchtigkeit optimal aufnehmen.
  • Auch am Abend ist Gießen grundsätzlich möglich. Bleiben Blätter jedoch über viele Stunden feucht, kann dies – je nach Pflanzenart – Pilzerkrankungen begünstigen. Deshalb gelten die frühen Morgenstunden in vielen Fällen als der beste Zeitpunkt zum Gießen.

 

Fehler 5

Bäume und Sträucher nicht regelmäßig auslichten

Viele Gartenbesitzer schneiden lediglich die äußeren Triebe ihrer Sträucher oder Bäume zurück. Im Inneren wachsen die Pflanzen dagegen immer dichter. Ohne regelmäßiges Auslichten gelangen Licht und Luft nur noch eingeschränkt in die Krone. Die Folgen zeigen sich häufig erst nach einigen Jahren. Äste reiben aneinander, abgestorbene Triebe bleiben im Gehölz und Feuchtigkeit trocknet langsamer ab. Dadurch steigt das Risiko für Krankheiten und Pilzbefall. Beim Auslichten werden gezielt ältere, beschädigte oder ungünstig wachsende Äste entfernt. Dadurch bleibt die natürliche Wuchsform erhalten und die Pflanze entwickelt sich gesünder. Gleichzeitig verbessert sich die Stabilität vieler Gehölze. Gerade größere Bäume oder ältere Sträucher sollten regelmäßig kontrolliert werden. Oft reichen bereits kleinere Pflegemaßnahmen aus, um größere Rückschnitte später zu vermeiden.

Gartenprofi hinzuziehen und häufige Fehler bei der Gartenpflege vermeiden

Viele typische Pflegefehler entstehen nicht aus Unwissenheit, sondern aus Routine. Wer regelmäßig mäht, gießt oder schneidet, hinterfragt seine Arbeitsweise häufig nicht mehr. Schon kleine Anpassungen können jedoch dafür sorgen, Fehler zu vermeiden. Ein etwas höher gemähter Rasen, der richtige Schnittzeitpunkt für Hecken oder eine angepasste Bewässerung helfen dabei, Pflanzen dauerhaft gesund zu halten. Nicht jeder möchte oder kann sich intensiv mit allen Themen der Gartenpflege beschäftigen. Besonders größere Grundstücke oder regelmäßig anfallende Arbeiten kosten viel Zeit. In solchen Fällen kann professionelle Unterstützung eine sinnvolle Entlastung sein.

Hilfe bei der Gartenpflege in Rottweil und der Region

Ob regelmäßige Rasenpflege, fachgerechter Heckenschnitt oder die Pflege von Bäumen und Sträuchern: Wir bieten Privatkunden, Unternehmen, Hausverwaltungen, Eigentümern und Betreibern von Wohnanlagen eine zuverlässige Hilfe bei der Gartenpflege. Unser Einsatzgebiet umfasst Rottweil und den Landkreis Rottweil sowie Trossingen, Villingen-Schwenningen, Tuttlingen, Spaichingen, Oberndorf und die Umgebung. Gemeinsam finden wir eine Lösung, die zu Ihrem Garten und Ihren Anforderungen passt. Wenn Sie einzelne Arbeiten oder die komplette Gartenpflege in erfahrene Hände geben möchten, beraten wir Sie gerne persönlich.

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Der häufigste Fehler ist ein zu kurzer Rasenschnitt, insbesondere während warmer Sommermonate. Dadurch trocknet der Boden schneller aus, die Wurzeln werden geschwächt und Unkräuter können sich leichter ausbreiten. Ein etwas höherer Schnitt schützt den Rasen besser vor Hitze und Trockenheit.

Für die meisten Rasenflächen reichen zwei bis drei Düngegaben pro Jahr aus. Üblicherweise erfolgt die Düngung im Frühjahr, Frühsommer und Spätsommer. Mehr Dünger führt nicht automatisch zu besserem Wachstum, sondern kann Pflanzen und Boden unnötig belasten.

Wer täglich nur oberflächlich gießt, fördert flache Wurzeln, die bei Hitze schneller austrocknen. Sinnvoller ist es, seltener und dafür gründlich zu wässern. So gelangt das Wasser tiefer in den Boden und die Pflanzen entwickeln ein widerstandsfähigeres Wurzelsystem.

Ein radikaler Rückschnitt während der gesetzlichen Schonzeit kann gegen § 39 Bundesnaturschutzgesetz verstoßen und im Einzelfall Bußgelder nach sich ziehen. Außerdem können brütende Vögel gestört werden. Ein rechtzeitig geplanter Heckenschnitt schützt deshalb sowohl die Natur als auch die Pflanzen.

Viele kleinere Gärten lassen sich mit etwas Fachwissen gut selbst pflegen. Bei größeren Grundstücken, regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten oder fehlender Zeit kann professionelle Unterstützung jedoch sinnvoll sein. So bleibt der Garten dauerhaft gepflegt und typische Pflegefehler werden vermieden